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Nach weit über 20 Jahren Skateboardfahren hat sich an der Magie des Boardzusammenschraubens nichts geändert. Hier steht, wie du dir das passende Board zusammenstellst — und am Ende, wie du das Ganze zusammenbaust.

Das brauchst du:

1. Das Deck

Als Erstes entscheidest du dich für ein Deck. Zu überlegen ist eigentlich nur: wo bist du am liebsten unterwegs, was willst du skaten und wie.

Handelsübliche Boards — also keine Longboards oder Cruiser — sind heute alle um die 80 cm lang. Da variiert kaum etwas, und auch bei der Wheelbase, dem Abstand der Achsbohrungen, gibt es keinen nennenswerten Unterschied. Entscheidend ist also die Breite:

  • unter 8 Inch: schmal
  • unter 8.5 Inch: Standard
  • über 8.5 Inch: breit
  • über 10 Inch: Megaramp-Board

Ein schmales Board nimmst du, wenn du im Skatepark auf gutem Boden viele Fliptricks machen willst. Kleine Füße helfen dabei.

Ein Standardboard passt bei normalen Füßen (US 8.5 bis US 12) und wenn du sowohl Park als auch Street fährst — also einen Skate-Alltag hast, der sich nicht groß vorhersehen lässt.

Ein breites Board nimmst du bei sehr großen Füßen, oder wenn du immer wieder fette Rails mit Rillenbodenanfahrt und Riffelblechausfahrt machst. Oder du bist Poolshark und hast Bock auf fette Grinds und Riesenairs.

Megarampboards brauchst du, wenn du Jake-Brown-Slams einstecken willst.

>> Decks findest du bei uns hier.

2. Montagehardware (Schrauben)

Bei Schrauben gibt es nicht viel zu beachten, du brauchst sie aber zwingend, um die Achsen ans Board zu bekommen. Kreuz oder Inbus ist Geschmackssache. Inbus hält meist länger, weil eine Kreuzschraube mit der Zeit ausnackelt und sich dann schlechter drehen lässt. Für Achse direkt an Board reichen 7/8". Wenn Schock- oder Riserpads drunter sollen, eher 1".

>> Hier findest du die Hardware.

3. Passende Achsen

Jede Achsenfirma lenkt anders, und viele bleiben deshalb bei einer Marke — man gewöhnt sich nicht so einfach um. Es soll Leute geben, die ihre alten Lenkgummis in die neuen Achsen bauen, damit sich nichts verändert. Für welche Achse du dich stilmäßig auch entscheidest: Die Breite muss zur Boardbreite passen.

>> Hier geht's zu den Achsen.

4. Rollen

Wie beim Board gilt: Überleg dir, was du am meisten fährst. Kleine Rollen sind besser für Flips, große locken am Curb oder am Coping besser ein. Je größer die Rolle, desto angenehmer das Rollen und desto weniger Rüttelei auf Ratterboden. Dafür wird das Ganze etwas behäbiger, was auf Kosten der Flipbarkeit geht.

Wenn du viel slidest, also viele Powerslides fährst, nimm lieber die etwas teureren STF oder Formula Four von Bones oder Spitfire — die bekommen seltener Flatspots, diese Abriebstellen an der Rolle. Beim Streetskaten fahren wir eigentlich nur 99A; weicher wird das Sliden zu schwierig. Weiche Rollen sind ein Thema für Cruiser.

>> Hier findest du die Rollen.

5. Kugellager

Bei Kugellagern scheiden sich die Geister, da kann es zum Kampf kommen. Grundsätzlich machst du mit ABEC-5-Standardlagern nichts falsch. Wenn du eher auf Manuals stehst und dieselben Lager über mehrere Rollensätze fahren willst, kannst du zu ABEC 7 oder höher greifen. Wer das ultimative Roll-forever sucht, nimmt Bones Ceramics.

>> Hier findest du die Kugellager.

6. Skate-Tool

Um das Ganze anständig zusammenzuschrauben, besorg dir ein Tool. Spart Nerven und die Sucherei im Werkzeugkasten von deinem Dad.

>> Hier findest du die Tools.

7. Griptape

Griptape ist die raue Oberfläche, die aufs Board geklebt wird. Bei uns ist es bei jedem Boardkauf dabei.

Wenn wir es dir gleich draufziehen sollen, schreib uns direkt nach dem Kauf eine Mail an shop@soohotrightnow.com. Bedenke: Umtausch oder Rückgabe des Boards ist dann ausgeschlossen.

8. Skateboardschuhe

Auch bei Skateschuhen ist die Auswahl riesig. Wir führen generell nur Schuhe von Firmen, die funktionieren. Fast alle davon sind wir selbst oder unsere Teamfahrer gefahren, wir können dir also einiges dazu sagen — frag einfach nach.

Grundsätzlich sollte ein Skateschuh eine ebene Sohle haben, damit du gut auf dem Board stehst; genug Sohlengrip, damit du nicht abrutschst; ein Obermaterial, das hält und trotzdem Boardgefühl lässt; und Schnürsenkel, die nicht beim ersten Ollie reißen.

>> Hier kannst du dich nach Schuhen umsehen.

Zusammenbau vom Board

  1. Griptape draufziehen: Folie abziehen, das Griptape mittig auf dem Board platzieren und an Nose oder Tail andrücken. Von dort aus weiterdrücken und wie bei einem Sticker Luftblasen vermeiden. Dann mit einer Feile oder einem Schraubenzieher die Kante rundherum nachziehen und den Überstand mit einem Teppichmesser abschneiden.
  2. Achsen montieren: Alle acht Löcher durchstechen und die Schrauben von oben, also von der Griptapeseite, durchstecken. Daran die Achsen befestigen — Hänger nach außen, Kingpins zur Mitte.
  3. Kugellager setzen: Acht Stück, von jeder Seite eines pro Rolle eindrücken.
  4. Rollen aufziehen: Muttern von den Achsstiften nehmen, auf jeden der vier Stifte eine Rolle setzen und die Muttern wieder aufziehen. Das Tool hilft dabei enorm.